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Thema: The Crow: Ultimate Edition (James O'Barr) - Juni 2020

  1. #201
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    Glückwunsch zu den zahlreichen Verkäufen, hab mir auch die reguläre zugelegt, das lesen wird aber noch dauern.

  2. #202
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    Gut zu wissen. Dann werde ich gleich mal zuschlagen. Danke für die superschnelle Antwort.

  3. #203
    Mitglied Avatar von Rabbit1958
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    Ich habe The Crow zum ersten Mal gelesen und bin schwer beeindruckt von den Zeichnungen, insbesondere von den Rückblicken, einfach nur schön. Die Story mit ab und zu einfließenden Zitaten / Reimen gefällt mir auch sehr. Danke Jano.

  4. #204
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    Zitat Zitat von Jano Beitrag anzeigen
    Bin gerade erst mit dem Vorwort fertig und da fällt mir ein Inhaltlicher Fehler von Kaine auf, so zwischen 07:00 und 07:40 berichtet er das James O'Barr als er seine Freundin angerufen hat damit sie ihn abholt besoffen war (er spielt das sogar etwas von der Stimme nach) das steht hier aber gar nicht drin auch nichts von zahlreichen Strafzetteln.

    Laut O'Barr hatte er seine Kfz Versicherung nicht gezahlt, und da sein Auto schon bekannt war hat er seine Freundin angerufen und gebeten sie abzuholen, und auf dem Weg zum Auto wurde sie dann von einem betrunkenen Autofahrer überfahren.

  5. #205
    dani-books-SysOp mit Monsterallergie Avatar von Jano
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    Korrekt. Ergibt aber als Kommentarhinweis bei YouTube vermutlich mehr Sinn als hier.

  6. #206
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    Hab es mal so weiter gegeben.

  7. #207
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    The Crow: Ultimate Edition



    Ich könnte es jetzt kurz machen und sagen dieses Graphic Novel ist was besonderes, aber ich lasse mich etwas ausführlicher aus.

    Persönlich hab ich keinen Bezug zu The Crow, obwohl den Film hab ich vor etlichen Jahren und von der Handlung kann ich mich nur an das Grundgerüst erinnern, und das bleibt auch hier bestehen.

    The Crow ein modernes Schreckgespenst, zieht nachts durch die Düstere Straßen der Stadt auf der Suche nach mehrere Männern die ihn vor einem Jahr ihn und seine geliebte Frau ermordet haben. Doch erstmal gilt es diese zu finden, was er mit ziemlich brutalen Methoden in Befragungen von anderen erfährt...

    Meinung: James O'Barr verarbeitet in diesem Band den eigenen Verlust seiner Freundin in teils minimalistischen Zeichnungen, aber auch in Gemälde anmutenden Artwork, besonders wenn er sich an die gute Zeit zurück erinnert. An das was er verloren hat, die Geschichte insgesamt mag schon viellfach erzählt worden sein und auch doch die Intensität mit der der Autor seinen eigene Geschichte und seinen Schmerz mit einfließen lässt ist schon einmalig, geradezu beängstigend.

    10 von 10 Punkte

    Lobend zu erwähnen ist noch die exzellente Qualität des in Fadenheftung gebundenen Hardcovers und der samtig anfühlenden Cover, der gelungenen Übersetzung von Jano Rohleder und sein ausführlichem Glossar.

    Am Rande sei noch erwähnt das es die Story schonmal 1994 von Kult Edition gab, doch diese ist die überarbeitete Version, welche sich an der amerikanischen The Crow: Special Edition von 2011 orientiert, von James O'Barr selbst überarbeitet mit 30 Seiten mehr Story umfangreichem Bonusmaterial, Vor und Nachwort des Autors und zahlreichen Illustrationen (auch Farbige) ja der Rest des Bandes ist in Schwarz/Weiß, aber in Farbe würde das ganze verlieren.

    Auch erhältlich in einer auf 222 Exemplare limitierten Variant Edition mit einem von James O'Barr signiertem Druck

    https://www.danibooks.de/the-crow/13...e-ausgabe.html

    & Außerdem in einer auf 66 Exemplare limitierten Kunstleder Edition mit zwei signierten Drucken

    https://www.danibooks.de/the-crow/14...unstleder.html

    Alle Drei Versionen sind aktuell noch erhältlich, bei den limitierten würde ich mich aber beeilen.
    Geändert von Kal-L (20.12.2020 um 06:42 Uhr)

  8. #208
    dani-books-SysOp mit Monsterallergie Avatar von Jano
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    Freut mich, dass dir der Band gefallen hat.

    In Leinen gebunden ist allerdings keine der drei Fassungen, vielleicht meinst du die Fadenheftung. Wenn es in Leinen gebunden wäre, hätte der Band so einen Stoffbezug aus Leinen. Das bei der regulären Ausgabe ist eine Softtouchkaschierung, also eine Folie mit so Pfirsichhauthaptik, die auf das Umschlagpapier laminiert wird.

  9. #209
    Mitglied Avatar von God_W.
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    The Crow – Ultimate Edition



    Es war noch zu Zeiten von VHS-Kassetten und Mundpropaganda, als der übernatürlich angehauchte FSK 18 Rachethriller „The Crow – Die Krähe“ zum Kultfilm avancierte. Ungewöhnlich viel Publicity für ein derartiges Genre-Werk erhielt der Streifen nicht zuletzt durch den tragischen Tod des Hauptdarstellers Brandon Lee im Verlauf der Dreharbeiten. Diese mysteriöse Tragödie schockierte und faszinierte damals gleich doppelt, war Brandon Lee doch der Sohn der ebenfalls unter ungeklärten Umständen ums Leben gekommenen Film- und Kampfsportlegende Bruce Lee.

    Natürlich war ich auch lange nach der Kinoauswertung noch viel zu jung, als „The Crow“ zum absoluten Renner der Videotheken wurde. Zum Glück kannte der Chef der kleinen Dorf-Videothek auch seine jüngeren Stammkunden sehr gut und drückte so manches mal ein Auge zu, denn er wollte ja, dass wir Jungspunde noch häufig bei ihm reinschleichen. Man hatte schnell ein stilles Abkommen geschlossen, dass man sich nur in die FSK18-Ecke vorwagte, wenn keine anderen Kunden zugegen waren und dann wurde der Leihvorgang schnellstens abgewickelt und man verschwand mit den erbeuteten Schätzen schleunigst nach Hause, wo die Kumpels schon sehnsüchtig warteten.


    Hier die beiden limitierten Varianten (noch in Folie eingeschweißt). Links die auf 222 Stück limitierte Ausgabe in blutiger Optik, rechts die Kunstlederausgabe mit Prägedruck.


    Der Film von Musikvideo-Regisseur Alex Proyas (Dark City / I, Robot) hat mich ein Stück weit ganz schön geprägt in meiner Jugend. Ich wollte ja selbst lange Zeit Regisseur werden als Kind, das oder Astronaut waren so meine Traumberufe, und habe in dieser Zeit auch mal zwei Drehbücher verfasst. Da waren Unmengen an Schnipseln aus anderen Filmen drin verewigt, recht blutig und mit Horror-Touch. Ein paar Szenen habe ich mit einigen Buddies und ner alten Kamera sogar gedreht. War ganz schön knifflig diese 25-Minuten-Bänder dann mit mehreren Videorekordern zusammenzuschneiden. Im Nachhinein wäre ich vielleicht ein deutscher Tarantino geworden? Aber egal, auf jeden Fall haben mich die düsteren Bilder im Zusammenspiel mit den grandiosen Sets und des eindringlichen Soundtracks absolut gefesselt. In Verbindung mit dem intensiven Schauspiel aller Beteiligten und der rohen Gewalt entfaltete diese wunderbare Komposition eine Kraft, wie ich sie bis dato auf der Leinwand nur selten erlebt hatte.

    Dass es sich dabei um eine Comicverfilmung handelte war mir über lange Jahre gar nicht bewusst – und wenn dann hätte es mich vermutlich wenig interessiert, denn bis zum Herbst 2018 hatte ich nur sehr wenig mit dem Medium am Hut. Irgendwann Mitte 2019 hat mich ein Forenmitglied aus dem alten Panini-Forum auf den Comic aufmerksam gebracht und ich – sofort hellhörig geworden – begab mich auf die Suche. Ich wurde auch fündig, sicherte mir ein altes Exemplar und dann… ja, dann kam Jano von Dani Books mit der Ankündigung seiner „The Crow – Ultimate Edition“ um die Ecke. Eine wahre Überraschung in der Szene, denn den Titel hatte wohl keiner mehr auf dem Zettel, und schon gar nicht bei Dani Books. Als Jano dann auch noch den Besuch von Autor und Zeichner James O‘ Barr für den Comic-Salon in Erlangen 2020 ankündigte war ich schon im siebten Himmel. Was daraus wurde ist fatale Geschichte und weithin bekannt, aber dennoch war es zur Adventszeit 2020 endlich so weit, und Jano bescherte uns „The Crow“ in der ultimativen Edition.

    Die knallharte Rachestory um den Musiker Eric Draven, der von der Krähe aus dem Reich der Toten zurückgebracht wird um seinen eigenen Tod, und vor allem den an seiner geliebten Shelly zu rächen ist ja mittlerweile weithin bekannt, alleine durch all die Filme und die kurzlebige TV-Serie. Dennoch ist es ein Erlebnis der ganz besonderen Art diese ergreifende Story jetzt endlich in der von James O‘Barr favorisierten, endgültigen Fassung bewundern zu dürfen. So sind 30 Seiten enthalten, die wir in der Form nie zuvor zu Gesicht bekamen. Dieses zusätzliche Material wurde teilweise restauriert, teilweise ganz neu gezeichnet, wobei O’Barr exakt die gleichen Techniken verwendete wie damals, also noch ohne digitale Zeichnungen. Das geht sogar so weit, dass für Graustufen und Schatten teilweise Reste von damals schon benutzter Rasterfolie eingesetzt wurden.


    Die beiden limitierten Ausgaben mit den signierten Kunstdrucken. Zur Kunstlederausgabe links gehören die beiden linken Drucke. Die „bloody“ Version rechts kommt nur mit einem Druck daher, dafür ist das Motiv des zweiten Drucks auf dem Backcover zu finden, wo die Kunstlederausgabe naturgemäß in schlichtem Schwarz glänzt.


    Überhaupt ist das Artwork eine visuelle Achterbahnfahrt. Mal harte, blutige Undergroundzeichnungen, düster und triefend vor Schwärze, dann wieder wunderschöne, sanfte und weiche Bilder, die eine zerbrechliche Eleganz ausstrahlen, wenn sich Eric an die gemeinsame Zeit mit Shelly zurückerinnert. Insgesamt viel abwechslungsreicher, detaillierter und aufwändiger als ich es erwartet hatte! Der Zorn, die Trauer, aber auch die innige Liebe, die in der Geschichte mitschwingt, hat O’Barr doch mit dem Werk versucht einen tiefen persönlichen Verlust zu verarbeiten, begleitet mich auf jeder Seite der Lektüre. Ich persönlich habe das Buch kurz nach Weihnachten, zwischen dem Tod und der Beerdigung einer geliebten Person gelesen. Auch wenn die Umstände ganz anders, und weit weniger tragisch waren als im Comic, haben mich die Gefühle des Autors doch klar erreicht und mitgenommen. Nach dem Ende saß ich noch eine Weile grüblerisch in meinem Lesesessel und empfinde es so, dass mich das Buch trotz all der Trauer und Grausamkeit nicht mit negativen Gefühlen, sondern mit Hoffnung und irgendwie befreit zurücklässt. Wunderschön.

    Dennoch gibt es auch Aspekte, die mit in der Kinoauswertung besser gefallen haben. Neben den etwas „kreativeren“ Tötungsarten ist das vor allem die wunderbar sensibel eingeflochtene, und auch toll gespielte Rolle der kleinen Sarah, die mit dem von Drogen bestimmten Lebenswandel ihrer Mutter zu kämpfen hat und ganz toll mit Cop Ernie Hudson harmoniert. Dafür kann der Comic mit den viel lyrischer anmutenden und tiefer gehenden Rückblenden auf die Beziehung von Shelly und Eric aufwarten, die zwar im Film auch nicht schlecht sind, dem Werk O’Barrs aber nicht ganz das Wasser reichen können. Meide Werke haben also auch unabhängig voneinander absolut ihre Daseinsberechtigung, gerade wo sich die Story auch in vielen Punkten stark unterscheidet.

    Im Nachgang habe ich natürlich auch mit der alten Ausgabe von Kult Editionen verglichen und kann sagen, dass mir sowohl der Druck, das Papier, vor allem aber auch Janos Übersetzungsarbeit (da gab es nur eine Stelle, an welcher ich ein Wort anders übersetzt hätte) viel besser gefällt, als die ursprüngliche, mittlerweile 25 Jahre alte Ausgabe. Dazu das feine Bonusmaterial mit einem Vorwort des Autors, einem kleinen Making-Of in dem auch der deutsche Herausgeber und Übersetzer Jano Rohleder zu Wort kommt, einer Einführung von John Bergin und einem Schwung Zeichnungen und Coverillustrationen im Anhang. All das in einem schicken Hardcover, und zwar in jeder der drei aufgelegten Varianten.


    Hier mal zwei direkte Vergleiche der Übersetzung. Auch wenn vielleicht der etwas flapsige „Ghetto-Slang“ der Gangster in der alten Übersetzung minimal besser getroffen wurde, so wird doch an vielen Stellen deutlich, dass „wild drauf los“ übersetzt wurde, ohne auf die Zusammenhänge zu achten, bzw. diese halt einfach nicht zu kennen. Da spielt die neue Ausgabe ihre Trümpfe aus, da Janos Übersetzung in enger Zusammenarbeit mit James O’Barr stattgefunden hat. Wo in der alten Ausgabe (erstes Bild) noch recht sinnbefreit „MEIN GERÄT“ steht, wurde in der Neuausgabe (zweites Bild) ganz richtig „MEINE GANG“ eingesetzt.



    Im zweiten Vergleich wurde in der alten Ausgabe (wieder erstes Bild) ein Liedtext mit übersetzt, sicher aus Unwissenheit, dass es sich dabei um einen solchen handelt. Dass das nur holprig und schräg wirken kann ist klar, in der Ultimate Edition von Dani Books (zweites Bild) blieb es sinnigerweise beim englischen Liedtext.




    Neben der preisgünstigen „Standard-Ausgabe“, die für schlanke 25,00 Euro schon mit ordentlicher Fadenheftung und einer schön griffigen Softtouchkaschierung aufwartet, gibt es eine auf 222 Stück limitierte „blutige“ Variante mit einem vom Autor persönlich signierten Kunstdruck und schließlich noch eine mit blutroter Folie geprägte Kunstlederausgabe, die sogar mit zwei von James O’Barr signierten Drucken daherkommt. Die „bloody“ Variante kostet 39,99€, letztere schlägt mit 66€ zu Buche. Inhaltlich sind die Bände absolut identisch und sogar eine Digital Copy wird ohne Zusatzkosten mitgeliefert. Das nenne ich mal Service.

    Es gibt also keinen Grund sich dieses absolut verdiente Kult-Werk nicht in der aktuellen Dani Books Variante – welche der dreien auch immer – nach Hause zu holen, sich zu finstrer Nacht, oder an einem trüben Tag in den Lesesessel zu klemmen, idealerweise den absolut hervorragenden Soundtrack des zugehörigen Kinofilms im Hintergrund abzuspielen, und sich zusammen mit Eric auf den Schwingen der Krähe davontragen zu lassen.

    10/10



    Meine limitierte Gesamtausgabe von Kult Editionen enthält neben dem hervorragenden Hauptwerk noch die beiden Fortsetzungen Dead Time sowie Flesh & Blood.

    The Crow – Limitierte Gesamtausgabe (Kult Editionen)



    The Crow – Dead Time

    Na das ist doch mal eine positive Überraschung! Die Autoren James O’Barr und John Wagner wagen es doch glatt keine blasse Blaupause des grandiosen Originals abzuliefern, sondern begehen neue Wege und fügen der Story um die Krähe spannende Facetten hinzu. Die auf zwei Zeitebenen angesiedelte Story um den Indianer Joshua, den zu Bürgerkriegszeiten eine innige Liebe mit einer Weißen verband ist eine deutliche Anklage gegen den Genozid an den amerikanischen Ureinwohnern, bei der die Soldaten der Kavallerie am schlechtesten wegkommen. Diese Gräuel bekommen wir parallel zur eiskalt servierten Rache an einer skrupellosen Biker-Gang in unserer Zeit serviert. Diese beiden parallel erzählten Handlungsstränge, die sich zu ein und derselben Story verbinden kommen anfangs etwas verwirrend daher, laden aber nicht zuletzt durch das wirklich hervorragende Artwork von Alexander Maleev zum längeren Verweilen ein, bis sich einem alles erschließt. Insgesamt vielleicht etwas verquast erzählt und ein wenig zu kurz, hätte doch durch etwas mehr Umfang einiges klarer gestaltet werden, und die die Bindung zum Hauptcharakter enger gezogen werden können. Dennoch ziemlich stark und durch die Bilder nochmal besser.


    7,5-8/10



    The Crow – Flesh & Blood

    Eine Frau in die Hauptrolle zu setzen hätte für frischen Wind im Franchise sorgen können und mir persönlich auch sehr gut gefallen. Iris Shaw ist grundsätzlich auch ein starker Charakter, dem ich gerne durch die Geschichte folge. Das Leid, welches sie erfahren hat, dessen gesamtes Ausmaß sich erst im späteren Verlauf der Story erschließt, rechtfertigt auch durchaus ihre Taten. Dennoch will die grundlegende Geschichte um die Rednecks im Hinterland, die reichsbürgermäßig gegen das System rebellieren nicht zünden, kommt eher platt und lächerlich daher. Nein, das war leider nix tolles, was Autor James Vance hier zusammengeschrieben hat. Vermutlich ist das auch Autor Alexander Maleev aufgefallen, denn sein Artwork wirkt etwas lustloser als beim Vorgänger. Das sieht zwar noch immer gut aus, steht aber doch hinter den beiden Vorgänger-Bänden.


    4/10



    Ja, das konnte man beides lesen und ich habe mich vor allem bei Dead Time auch gut unterhalten gefühlt. aber der große Wurf war das schlussendlich leider nicht. Ob ich mir den vierten Band Wild Justice auch noch besorge? Ich denke nicht. Für mich bleibt „The Crow“ wohl ein Werk, welches für sich allein stehen sollte. Auf die Art funktioniert es perfekt und ist etwas Besonderes, alles weitere kann diesen Mythos nur schmälern. In der Beziehung fühle ich mich ein wenig an „Highlander“ erinnert, denn auch da hätte es nur einen geben sollen, zumindest was die Kinofilme angeht.

    Ganz ähnlich ist es bei der Filmreihe zu „The Crow“ auch. Kann man Teil zwei „The Crow - Die Rache der Krähe“ mit Vincent Perez, Iggy Pop und Thomas Jane zwar noch schauen, auch wenn Perez – Achtung Wortspiel – ziemlich blass bleibt -, aber der Soundtrack ist ganz brauchbar und der Film ordentlicher Durchschnitt, ist spätestens ab Teil drei „The Crow – Tödliche Erlösung“ Schluss mit Lustig. Eric Mabius in der Titelrolle ist einfach viel zu sehr Saubermann und Schönling, als dass er bedrohlich wirken könnte, Kirsten Dunst mit ihrem transusigen Gesichtsausdruck geht echt gar nicht mehr, was für mich mittlerweile ein echtes Manko der Maguire-Spideys darstellt. Seltsam, hat mich früher nicht so gestört, aber irgendwann habe ich wohl eine echte Abneigung gegen ihr Schauspiel entwickelt. Auch prominente Gesichter wie Fred Ward von den Raketenwürmern und William Atherton (der Reporter aus Stirb Langsam 1+2) können die viel zu vorhersehbare Story nicht retten. Den Vogel schießt dann aber „The Crow – Wicked Prayer“ ab. Das absolut unschaubare Machwerk mit Edward „Terminator 2“ Furlong – den ich eigentlich trotz seiner Abstürze immer gerne gesehen habe – ist im Grunde eine absolute Frechheit. Tara Reid war damals auch schon stark auf dem absteigenden Ast, David Boreanaz funktioniert als Antagonist auch nicht wirklich, da einfach nicht bedrohlich, und wie sich Danny Trejo, Macy Gray und Dennis Hopper in dieses billige Machwerk verirren konnten wird mir immer ein Rätsel bleiben, so zugedröhnt kann ich gar nicht sein, dass ich das gut finden könnte.


    Oben die Special Edition DVD des Kultfilms (müsste ich mal durch eine adäquate Blu ersetzen), unten die drei mehr schlechten als rechten Fortsetzungen.


    Meine Wertungen für die vier Streifen:

    The Crow – Die Krähe 10/10
    The Crow – Die Rache der Krähe 5,5/10
    The Crow – Tödliche Erlösung 3,5/10
    The Crow – Wicked Prayer 2/10

    Als Teenie fand ich die TV-Serie mit Mark Dacascos in der Hauptrolle ganz brauchbar, vor allem hat der die Krähe in meiner Erinnerung besser dargestellt als alle Nachfolger von Brandon Lee in den Kinofilmen. Zwar ist mir dereinst schon aufgefallen, dass die Produktion wohl kein hohes Budget zur Verfügung hatte, aber der Serie werde ich demnächst experimentell mal eine Chance auf Scheibe einräumen.


    Die DVD-Komplettbox mit der TV-Serie auf sechs Discs, diese endet leider nach nur einer Staffel mit einem Cliffhanger.


    So, das war mein Abriss über die neue Ultimate Edition von The Crow und ein bissl was drumherum. Schaut den ersten Film, lest den Comic in der „Ultimativen“ Fassung und wer nur eins von beiden kennt: Holt das nach und schließt diese Lücke, es lohnt sich! Vom Rest könnt Ihr getrost die Finger lassen, falls Ihr nicht zu den ganz großen Fans gehört, für die gibt es nämlich zumindest bei den Comics noch die ein oder andere Facette der Grundidee zu entdecken.

    VG, God_W.
    Geändert von God_W. (09.01.2021 um 20:12 Uhr)
    Über Besuch, Meinungen, Diskussionen etc... freue ich mich immer sehr!

  10. #210
    Mitglied Avatar von joe ker
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    Zitat Zitat von Jano Beitrag anzeigen
    Nee. Ich hak mal wieder nach, wenn ich James die Belegexemplare schicke.

    Hab heute die ersten Exemplare gesehen:



    Inhaltlich ist alles okay, also keine vertauschten Seiten oder so. Auslieferung kann also wie geplant am Dienstag erfolgen. (Den Spotlack auf den weißen Teilen hätte ich mir aber sparen können, der fällt leider nahezu gar nicht auf. Bringt wohl nur was für farbige Bereiche, die sich dann durch die leuchtenderen Farben mehr vom matten Rest absetzen. Na ja, wieder was für die Zukunft gelernt: Spotlack auf Weiß ist unnütz. )

    Die Palette mit meinen Exemplaren ist nun auch auf dem Weg zu mir und kommt Montag an. Zwischen Mittwoch und Freitag nächster Woche sollten also alle Vorbesteller ihr Exemplar erhalten, denke ich.
    Jetzt muss ich doch mal nachfragen. Der Band sieht so weiß aus, meine Ausgabe und auch alle anderen Bilder zeigen das Gesicht eher bläulich. Schreibst ja mit Spotlack, hast du den nach Belegexemplaren geknickt oder warum blau statt weiß?
    "If you can't dazzle them with brilliance, baffle them with bullshit." W.C.Fields

  11. #211
    dani-books-SysOp mit Monsterallergie Avatar von Jano
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    Ich versteh die Frage mit dem Knicken nicht, aber alle Bücher sehen identisch aus, auch das Gepostete. Es gab keine Vorabexemplare in anderer Ausführung o. Ä., alle sind gleichzeitig produziert worden und angekommen. Das Bild ist von Instagram, wegen des Filters sind Kontrast und Sättigung da etwas anders.

    Der Spotlack ist auch auf allen Büchern, aber nur auf Schrift und Logo, was auch so beabsichtigt war. Ich meinte mit meinem Kommentar, dass ich den Lack letztlich überflüssig fand, weil der auf matten Umschlägen die lackierten Stellen hervorhebt, die durch ihn eine intensivere Farbe bekommen. Das funktioniert aber bei weißer Schrift nicht, die sieht immer nur weiß aus, egal ob mit oder ohne Lack.

  12. #212
    Mitglied Avatar von joe ker
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    Ah jetzt. Auch wenn du nicht ganz verstanden hast was ich meinte hast du die passende Antwort gefunden.
    Dachte der Spotlack ist auch auf dem Gesicht, eben weil das gepostete Cover so weiß aussah. Bin nicht so konfirm was Instagram betrifft, allerdings weiß ich jetzt warum da alle immer so gut aussehen, selbst Bücher/Comics
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  13. #213
    dani-books-SysOp mit Monsterallergie Avatar von Jano
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    Ich hatte ursprünglich eigentlich angedacht, den Bildbereich auch mit Lack zu versehen, aber das hätte wegen der Falz links Probleme geben und der Lack dort auf Dauer abbröckeln können, deshalb ist es dann nur die Schrift geworden.

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